Uwe Heilmann Biografie

Uwe Heilmann, geboren am 7. September 1960 in Darmstadt, begann 1980 sein Uwe Heilmann at the Met. New YorkGesangsstudium an der Hochschule für Musik Detmold bei Prof. Helmut Kretschmar. Dort debütierte er 1981 als Tamino in „Die Zauberflöte“. Weitere Partien waren Don Ottavio in „Don Giovanni“ und der Italienische Sänger in „Der Rosenkavalier“. Noch während seiner Studienzeit wurde er von Prof. Wolfgang Gönnenwein für die renommierten Ludwigsburger Schloßfestspiele engagiert. Dieses war der Startschuss zu seiner internationalen Karriere.

1985 wurde zum entscheidenden Jahr: Uwe Heilmann erhielt den ersten Unterricht bei Elisabeth Schwarzkopf, in den folgenden Jahren perfektionierte er sich auf Meisterkursen und in Privatstunden weiter bei ihr. 1985 gewann er beim 3. Internationalen Mozartwettbewerb in Salzburg einen 2. Preis (ein 1. Preis für Sänger wurde nicht vergeben). Im selben Jahr erhielt Uwe Heilmann ein Engagement an der Staatsoper Stuttgart. Dort etablierte er sich als führender Mozart-Tenor mit gefeierten Auftritten als Tamino, Don Ottavio, Belmonte, aber auch als Cassio in „Otello“ und Max in „Der Freischütz“. Publikum und Presse verglichen ihn mit Fritz Wunderlich und bezeichneten Uwe Heilmann als dessen legitimen Nachfolger. Weitere Auftritte als Don Ottavio an der Staatsoper München, als Pylades in „Iphigenie auf Tauris“ an der Deutschen Oper Berlinund als Tamino an der Wiener Staatsoper folgten. Mit sensationellem Erfolg debütierte er 1990 an der MET in New York als Belmonte in „Die Entführung aus dem Serail“. Im Jahr 1991 sang er den Cassio an der MET, zusammen mit Placido Domino und James Levine als Dirigent. In der Saison 1993/1994 debütierte Uwe Heilmann als Belmonte an der Scala in Mailand.

Er entwickelte ebenfalls eine erfolgreiche Karriere als Konzertsänger im Oratorien- und Liedfach, vor allem in Werken von Bach, Mozart, Mendelssohn, Schubert und Wolf. Als gefeierter Liedinterpret sang er bei der Schubertiade in Hohenems und bei den Salzburger Festspielen.

Uwe Heilmann arbeitete zusammen mit Dirigenten wie Georg Solti, Claudio Abbado, Daniel Barenboim, Sergiu Celibidache, Carlo Maria Giulini, Neville Marriner, Colin Davis, Christoph von Dohnányi, Christopher Hogwood und Nikolaus Harnoncourt.

"Belmonte" aus Mozarts "Entführung aus dem Serail"

Auf insgesamt 34 CD- Einspielungen ist Uwe Heilmanns sängerisches Werk dokumentiert. Aus der Fülle der Einspielungen ragen besonders die „Zauberflöte“ unter Solti, die „Entführung aus dem Serail“ unter Hogwood, „La Finta Giardiniera“ unter Harnoncourt (mit Edita Gruberova) und „Orfeo et Euridice“ unter Hogwood (mit Cecilia Bartoli) hervor. Ebenfalls herausragend sind die Solo-CDs: „Sacred Tenor Arias“ unter Peter Schreier und besonders „Die Schöne Müllerin“ mit James Levine als Klavierbegleiter. Allen Einspielungen gemeinsam ist Uwe Heilmanns saftige, prägnante, dabei aber geschmeidig geführte und glänzende Tenorstimme, seine feine und differenzierte Musikalität sowie die subtile und doch ausdrucksvolle Textbehandlung. Mit Claudio Abbado spielte er 1997 seine letzte CD- Aufnahme ein (Don Giovanni).

Im Jahr 1996 zog sich Uwe Heilmann aus persönlichen Gründen aus dem Opernbetrieb zurück und ging mit seiner Frau Tomoko Nakamura, Meisterschülerin von Elisabeth Schwarzkopf, Sopranistin an der Staatsoper Stuttgart sowie Gast an der Wiener Staatsoper, nach Japan. Dort geben sie Duo-Recitals, Liederabende, Solo-Konzerte und Meisterkurse. Beide bekleiden Professuren für Gesang, zuerst an der Okinawa University of Fine Arts, und wechselten danach an die Kagoshima International University, wo sie z.Zt. unterrichten. Weiterhin ist Uwe Heilmann Gast-Professor an der Graduate School des Nagoya College of Music und am Senzoku Gakuen College of Music in Tokio.

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